Eiserner Wille wurde belohnt
2. Herren SG Rottorf/Viktoria spielt 1:1

Nach dem spielfreien Wochenende freuten sich vorab alle Beteiligten wieder in den Wettkampf einzusteigen. Auch weil erstmals ein Heimspiel der SG in Rottorf ausgetragen wurde. Die Spielpause
scheint bei Trainer Steinzen einen kreativen Höhepunkt erzeugt zu haben. Um die Abwehr zu stabilisieren griff der Taktikfuchs nämlich ganz tief in die Trickkiste und reaktivierte das lebende Fossil
Frank Zöllner als Spieler. Zöllner sollte als Libero Stephan Walter und Chris Heise in der Abwehr führen. Im Mittelfeld agierten diesmal Ralph Kurze, Patrick Blume, André Reupke, Jan Seidel und Basti
Beck. Im Sturm fingen Ebeling und John Gerlow an.
Den besseren Start erwischten die Gäste aus Frellstedt/Wolsdorf indem die Abwehr der Hausherren immer wieder mit langen Bällen unter Druck gesetzt wurde. Aber auch gefährliche Kombinationen
forderten die Konzentration der Abwehrrecken um Frank Zöllner. Immer wieder versuchten die Gäste durch Distanzschüsse ein Tor zu erzielen. Doch Tobi Globisch hielt jeden Ball mit seinen Händen fest.
Nach ca. 20 Minuten konnten sich die Hausherren etwas befreien und agierten selbst mit schönem Kombinantionsfußball nach vorne. Allerdings konnten auch die Gastgeber keinen wirklichen Höhepunkt in
der ersten Hälfte herausspielen, sodass es nach den ersten gespielten 45 Minuten immer noch torlos 0:0 stand.

Die 2. Hälfte schien ein Duplikat der 1. Hälfte zu werden. Die Gäste drückten auf den Führungstreffer, und die Hausherren versuchten ebenfalls immer wieder mit gefährlichen Kontern, die Gäste in
den Rückstand zu bringen. Doch es war leider Frellstedt/Wolsdorf, die in Front gingen. Die Gäste kamen am 16-Meterraum frei zum Schuss. Unser Torsteher Globisch war machtlos. Nun wurden die Zuschauer
für die ersten 70 Minuten entschädigt, da sich eine packende Schlussphase entwickelte. Frellstedt wollte die Führung halten, und die SG zeigte Moral, indem sie nochmals den Druck erhöhen konnte. Doch
es sollte mal wieder ein genialer Schachzug von Trainer Steinzen sein, der dem Spiel die Wendung brachte. Zöllner wurde von Trainer Steinzen in die Sturmspitze befördert, und Pelle übernahm die
Liberoposition.

Durch Zölles Beförderung war mehr Tempo im Spiel nach vorne, und Zöllner hatte die ein oder andere Einschussmöglichkeite. Doch noch konnte der Torsteher der Gäste vorbildlich parieren. Bis kurz vor Schluss. Die SG erkämpfte sich eine Ecke. Basti Beck legte sich den Ball ideal auf den Eckpunkt. Die Flanke kam direkt in den 16-Meterraum zwischen 11-Meterpunkt und 5-Meterrraum. Dort stand natürlich Zöllner, der in gewohnter Art und Weise mit extremer Spannung im Körper auf den Ball zulief, in die Luft sprang, und entgegen der Laufrichtung des Torhüters in die Maschen köpfte. Ein Traumtor wie aus dem FIFA-Lehrbuch. Nun tobte die Menge bei eisigen Temperaturen am Spielfeldrand. Wenige Minuten später war auch Schluss und Zöllner konnte sich zurecht feiern lassen.
Die SG hätte sogar einen Sieg verdient gehabt. Doch eine einzige Unachtsamkeit wurde bestraft. Aber der eiserne Wille zeugt von Charakter. Allerdings muss die SG weiterhin aufpassen, dass der Abstand zum Mitelfeld der Tabelle nicht zu groß wird.
Stephan Walter, 15.11.2011
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Fotos: Andreas Paul
